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Die Dritte siegt in Ladenburg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Frank Trümper   
Montag, 01 Februar 2010
Durch den Auswärtserfolg wird der Vorsprung zum dritten Platz auf zwei Punkte ausgebaut.

 



Eine ungewohnte Situation zeichnete sich im Laufe der Woche ab: Bis zwei Tage vor Anpfiff waren tatsächlich 14 Leute willens zum Spiel anzutreten! Dankenswerterweise brach sich die Slotmachine kurzfristig die Hand (braucht er eigentlich eh nicht – bei dem Wurfstil), so daß sich nur noch ein Spieler zum vorzeitigen Bier trinken qualifizieren musste. Abends zuvor spielte das Team sich dann noch ordentlich gegen die Zwote warm, um am nächsten Tag beim Einwerfen schneller Gas geben zu können.


Aber das Spiel begann fast schon erwartungsgemäß mit dem Heimvorteil der Gastgeber, sich in der engen Martinsschulhalle besser zurechtzufinden. Ohne Topscorer Schindler angetreten, gingen die meisten Aktionen der Hausherren über ihren Flügel „Zitzi“, der dann Eins-gegen-Eins zog und irgendwie den Ball in Richtung Korb oder Mitspieler brachte. Mannheim startete mit Manndeckung, die häufigen Unachtsamkeiten führten aber zu einem 7 Punkte Vorsprung Ende des ersten Viertels, den auch der vollkommen freie Tank bei dreifachen Nachsetzen nicht so recht verkürzen konnte oder wollte. Mit Umstellung auf Zone konnte die enge Halle dann besser in die Verteidigung einbezogen werden. In der Offense war weiterhin Potential vorhanden, das nur noch darauf wartete, endlich freigesetzt zu werden. Und es wurde.


Innerhalb der ersten vier Minuten nach der Pause wurde der Ladenburger Vorsprung (39:33) durch einen 10-2 Lauf egalisiert. Es zeigte sich zunehmend Konzeptlosigkeit beim Gegner ob der immer besser stehenden Verteidigung. Mannheims Offense agierte derweil abwechselnd zwischen sehenswert bis dämlich, aber in Summe reichte es jetzt, um immer knapp in Führung zu bleiben. Hervorzuheben ist ein 60 Yard Pass der Lunte in die Endzone, den der Shaker dank seiner Sprintqualitäten noch gegen den nachgerückten Linebacker in einen Touchdown wandeln konnte. Die Intensität war mittlerweile dermaßen hoch, dass kurz nacheinander ob des recht zurückhaltend pfeifenden Schiedsrichtergespanns der Shaker und Mad Max von ihren Mitspielern zurückgehalten werden mussten, da sie sonst vermutlich Gegenspieler und Schiris auf dem Feld aufgefressen hätten. Die Lunte lief allmählich heiß (Topscorer mit 24 Punkten) und punktete einfach selbst, anstatt die Vorgaben des GOAS umzusetzen. Eine Minute vor Schluss betrug der Vorsprung fünf Punkte, Ladenburg versuchte jetzt mit schnellen Fouls und wilden Dreiern noch das Spiel zu biegen, doch das Spiel war hart wie Stahl. Selbst Fecki traf ausnahmsweise mal einen Freiwurf und so konnte das Mannheimer Team einen Sieg aus der Halle mitnehmen, in der sie im Vorjahr noch richtig übel eingedost wurden.


Für nächste Woche steht das wichtigste Saisonspiel gegen den punktgleichen Tabellenführer aus Tauberbischofsheim an. Da das Hinspiel mit sieben Punkten verloren wurde, sollte möglichst ein Sieg mit mindestens acht Punkten her, um auch den direkten Vergleich zu sichern. Die Mannschaft zeigte sich jedenfalls hoch motiviert und zog gleich nach dem Spiel noch ein stundenlanges Koordinationstraining unter Zuhilfenahme leistungshemmender Substanzen durch, um ab sofort Zuschauer und Gegner mit noch spektakuläreren Moves zu beeindrucken.

 
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